Tales from Balkonia
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Dienstag, 31. März 2009
Am dritten Nachmittag


Tatsächlich, es ist getan, nur wenige hundert Meter trennen mich noch vom netten Bibliothekenmitarbeiter meiner Wahl, welcher sicherlich erwartungsvoll vor dem einzig für mich mit Büchern gefüllten Regal auf und abwandert und nervös die Ankunft des vereinsamten Intellektuellen heran sinnt. Ihm werde geholfen.
Nach einer runde Kochen, im leerem Habitat, tut ein Spaziergang nun sicherlich auch meinen vor sich hin dorrenden Gelenkknorpeln gut, es knirscht und knarzt schon im Gebälk.
Nicht redend von den andren Körpersäften die gärend Läufe graben tief, ganz tief in morscher Birke.
Wohlan.

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Der dritte Tag
Die Nacht war kurz und der Schlaf nicht besonders tief.
Ich roch zum ersten Mal nur meinen Eigenen Geruch, ihr Parfum ist bereits verflogen. Laut klingen die Stimmen meiner Mitbewohner von Richtung Küche her. Etwas Kaffeeduft schneidet jäh durch meine Suche nach einem letzten Hauch Weiblichkeit an einem Kopfkissen, der Entschluss reift, ich steh nun auf.
Heute soll ein großer Tag werden, eine Wende will ich vollziehn, helfen wird mir dabei die Buchbestellung für eine Arbeit die schon länger aussteht. Feg' aus, mach neu !
Warum beginnt man eine lang ersehnte Veränderung nur immer mit Arbeit. Mein Gott steht denn hier keiner zu seinem Nichtsnutz.

Ich könnte auch bei dem vermutlich guten Wetter draussen, was die wenigen Strahlen die durch das Rollo dringen ansatzweise Prophezeien, etwas Pflanzen. Pflanzen sind gut für die Seele, wenn man sie nur aussreichend gießt.
Mit Feuchtigkeit benetzen werde ich aber erstmal meine Kehle.
Kommt Kaffee, kommt Rat. Mal schaun ob dieser Tag hält was er verspricht.

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