Tales from Balkonia
Montag, 30. März 2009

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Der zweite Tag
Wenn man viel schläft schläft man meist gleich viel zuviel. Ich kam heut' morgen zu spät zur Arbeit, nicht viel aber etwas.
Nachmittags scheint die Sonne, Mist, jetzt hab ich keinen Grund mehr um hier im Zimmer zu bleiben. Dabei bin ich doch gern
im Zimmer, hier hinten, in unserem Zimmer. Es hat sich nicht verändert seit sie weg ist, naja nicht wirklich, der Haufen gebrauchtes Verpackungsmaterial dort neben der alten 140x200 cm Matratze wächst von Tag zu Tag aber im Grunde steht noch jedes Stück Möbel an seinem alten Platz, dem Platz den wir für es ausgesucht hatten, als sie noch da war.

Ich laufe durch die Wohnung auf der Suche nach Flüssigkeit. Auf dem Rückweg seh ich zufällig in Andreas Zimmer. Durch zufälliges Hinsehen lässt sich meist mehr erkennen als durch blankes Stieren. Andreas werkelt an seiner Lampeninstallation herum. Überhaupt jeder werkelt heute an seiner Lampe herum, auch Lydia, was ich kurz zuvor an ihrer Türe erpähen konnte. Lampen hin, Lampen her ist auch nicht so wichtig. Zum Leben braucht man Flüssigkeit, Licht ist nicht so wirklich essentiell. In unserem Zimmer ist es dunkel, und da will ich jetzt wieder hin.

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